Die Wilhelm Leibl Realschule wurde 1967 gegründet.
Die Realschule hat in ihrer bisherigen Geschichte sechs Schulleiterinnen und Schulleiter gehabt, von denen jeder einzelne die Realschule im Verlauf der Zeit kontinuierlich fortentwickelte.
1967

Marianne Direder († 09.01.2004) (1967-1978)
- Aufbau der Schule mit modernster Ausstattung und nach neuesten didaktischen Erkenntnissen (z.B. Erstes Sprachlabor in den Landkreisschulen)
- Einführung der Wahlpflichtfächergruppe II unter großem Widerstand des Kultusministeriums
- Ausgestaltung der Schule zur Ganztagesschule mit Mittagstisch
- Etablierung des schulischen Musiktheaters unter der Federführung der Fachschaften Kunst/Werken/Musik. Erste Aufführungen: Figaro, Zauberflöte und Bastien und Bastienne
- Organisatorische Federführung bei der Gründung der Realschule Brannenburg
1978

Walter Formanek († 2018) (1978-1994)
- Ausbau der Infrastruktur zur Schule aufgrund der Erweiterung des Schulzentrums durch Wirtschaftsschule und Gymnasium (z.B. Erweiterung des Bahnsteiges am Schulzentrum)
- Ausgestaltung des Schulhofes mit neuen Pflanzen durch Schüler anlässlich des ersten Umwelttages 1988/89, um den Schulhof und den Eingangsbereich der Schule schöner zu gestalten
- Etablierung der Frühjahrskonzerte zum festen Bestandteil der Schule
- Fortführung der Musiktheater-Tradition und Etablierung von Sprechtheateraufführungen (mit gemeinsamer Rollenbesetzung aus dem Kollegium und der Schülerschaft)
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1994

Gisela Hennen (1994-2001)
Während ihrer Amtszeit als Schulleiterin prägte Frau Hennen die Wilhelm-Leibl-Realschule durch zahlreiche bauliche, pädagogische und schulklimatische Entwicklungsmaßnahmen nachhaltig.
Bauliche Entwicklung und Ausstattung
Aufgrund stark gestiegener Schülerzahlen (1997/98: 857 Schülerinnen und Schüler) wurden umfassende Neubau- und Umbaumaßnahmen umgesetzt:
- Ausbau der Schule durch einen Erweiterungsbau
- Schaffung von fünf weiteren zusätzlichen Klassenzimmern
- Neubau eines Pavillons mit Mehrzweckraum und Musiksaal
- Vergrößerung des Lehrerzimmers und der Eingangshalle
- Neuausstattung sämtlicher Fachräume
- Projekt „Schulgartenverschönerung mit Teich“ sowie Gestaltung der Außenanlagen durch eine gemeinsame Schüler-, Lehrer- und Elterngruppe
Maßnahmen für ein gutes Schulklima
Ein besonderes Anliegen war die Stärkung der Schulgemeinschaft und der Verantwortungsbereitschaft:
- Aktion „Schönstes und sauberstes Klassenzimmer“ (seit 1997)
- Aktion „Energiesparen an der Schule“: Schuljahr 1999/2000: Erster Preis beim Energiesparwettbewerb des Landkreises (unter 16 teilnehmenden Schulen)
- Erarbeitung eines Verhaltenskodexes für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler (Schuljahr 1999/2000): erster Entwurf im Rahmen des neu gegründeten zweitägigen Klassensprecherseminars
- Gründung des Sanitätsdienstes (1998)
- Gründung des Arbeitskreises „Schüler-Streitschlichter“ (1999)
- Pädagogische und schulische Akzente
- Schüleraustausch mit Stribro (Tschechien) seit 1995
- Einführung der Wahlpflichtfächergruppe IV mit Rechnungswesen und Französisch im Schuljahr 1997/98
Schulische Höhepunkte und besondere Projekte
- Dreißigjahrfeier der Schulgründung 1997 mit dem Projekt „Alles fließt“ zum Thema Wasser
- Wilhelm-Leibl-Feiern, insbesondere die multimediale Feier zum 100. Todestag am 4. Dezember 2000
- Zahlreiche sportliche Erfolge sowie erfolgreiche Spendenaktionen
- Fortführung der Musiktheatertradition
2001

Robert Kotouc (2001-2008)
-
Seine Amtszeit war vor allem geprägt mit der Beschäftigung organisatorischer Herausforderungen.
- Bewältigung der Umgestaltung der Realschule von der vierstufigen zur sechsstufigen Form und der damit verbundenen Neueinstellung und Integrierung zahlreicher junger Kolleginnen und Kollegen in das Kollegium
- Aufbau und – bis zur Eigenständigkeit – kommissarische Leitung der Realschule Bruckmühl
- Umwidmung von Gruppen- und Fachräumen in Klassenzimmer; Anbau neuer Klassenräume; Beschaffung von Containern; Anmietung von Räumen in Bruckmühl.
- Generalsanierung der Schulküche
- Schuljahr 2004/05: Historischer Höchststand der Schülerzahlen.
1361 Schülerinnen und Schüler in 44 Klassen. 235 Absolventinnen und Absolventen. - 08.2005: Die Realschule Bruckmühl wird selbstständig.
- Einführung reformpädagogischer und neuer didaktischer Elemente in den Unterrichtsalltag
- Fortführung der Musiktheatertradition
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2008

Ursula Endler-Hoehne (2008-2019)
- Erstellung des Leitbildes
- Einführung der OGTS
- Etablierung der Erweiterten Schulleitung
- Bestenförderung mit Talentklassen
- Arbeit von Sozialpädagogen finanziert vom Förderverein bevor das Landratsamt übernommen hat
- Fortführung des Musiktheaters als Säule des Schulprofils
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2019

Matthias Wabner (seit 2019)
- Strategische Schulentwicklung und Führung des digitalen Transformationsprozesses
- Aufbau einer modernen digitalen Infrastruktur (WLAN, Lernplattformen, IT-Ausstattung, neue Kommunikationssysteme)
- Qualitäts- und Strukturentwicklung auf Grundlage von Bayern macht gute Schule
- Teilnahme an Schulversuchen
- Profilentwicklung Inklusion und Implementierung eines schulischen Schutzkonzepts zur Prävention seelischer, körperlicher und sexueller Gewalt
- Krisen- und Pandemie-Management und Teamentwicklung in einer Phase tiefgreifender organisatorischer und pädagogischer Transformationen
- Initiierung und Steuerung zentraler Bau- und Neubauprojekte (Schulaula, Lehrerzimmer, Verwaltung, Naturwissenschaftsräume, Schulküche, Kunst-/ Werken-Trakt, Ganztagsschul-Bereich)
- Beteiligung der Schule an Schulversuchen (Prüfungskultur innovativ, Digitale Schule der Zukunft) mit Blick auf Unterrichtsentwicklung
- Fortführung von Kooperationen und Vernetzung (IHK-Premium-Partnerschaft, Kunst-Kooperation mit FOS Rosenheim, Schüleraustausch)
- Fortführung des traditionellen Musiktheaters
2025

Gruppenfoto der Schulleitungen
Das Foto entstand anlässlich der Einweihungsfeier für die umgebauten und sanierte Gebäudeteil am 04.06.2025.
von links nach rechts: Matthias Wabner, Ursula Endler-Hoehne, Gisela Hennen, Robert Kotouc