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Leistungsnachweise nacholen

§ 22 RSO Nachholung von Leistungsnachweisen

(1) 1Versäumen Schülerinnen und Schüler einen angekündigten Leistungsnachweis mit ausreichender Entschuldigung, so erhalten sie einen Nachtermin. 2Versäumen sie mehrere angekündigte Leistungsnachweise mit ausreichender Entschuldigung, so kann je Fach ein Nachtermin für mehrere Leistungsnachweise angesetzt werden.
(2) 1Wird auch der Nachtermin mit ausreichender Entschuldigung versäumt, so kann eine Ersatzprüfung angesetzt werden, die sich über den gesamten bis dahin behandelten Unterrichtsstoff des Schuljahres erstrecken kann. 2Eine Ersatzprüfung kann auch angesetzt werden, wenn in einem Fach wegen der Versäumnisse der Schülerin oder des Schülers keine hinreichenden kleinen Leistungsnachweise vorliegen.
(3) 1Eine Ersatzprüfung kann in einem Fach nur einmal im Schulhalbjahr stattfinden. 2Der Termin der Ersatzprüfung ist der Schülerin oder dem Schüler und den Erziehungsberechtigten spätestens eine Woche vorher mitzuteilen. 3Mit dem Termin ist der Prüfungsstoff bekannt zu geben.
(4) 1Nimmt die Schülerin oder der Schüler an der Ersatzprüfung wegen Erkrankung nicht teil, so muss die Erkrankung durch ärztliches Zeugnis nachgewiesen werden. 2Die Schule kann die Vorlage eines schulärztlichen Zeugnisses verlangen

Quelle: https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayRSO-22

 

Die Wochenfrist für die Ankündigung von Schulaufgaben und Kurzarbeiten (vgl. § 18 Abs. 5 Satz 1 RSO) gilt nicht für einen Nachtermin. Man geht davon aus, dass alle Schülerinnen und Schüler wissen, dass sie den ihnen bereits angekündigten Leistungsnachweis sobald wie möglich nachholen müssen. Bei der Festsetzung des Termins berücksichtigen wir im pädagogischen Ermessen die Dauer der Erkrankung und des Abstands des Nachtermins zum versäumten Termin. Wir möchten nicht, dass die Vorbereitung auf den Nachtermin wesentlich ungünstigeren Bedingungen unterworfen ist, als beim regulären Termin.

Für die Nachholung von Schulaufgaben gilt grundsätzlich auch, dass in einer Woche nicht mehr als zwei Schulaufgaben abgehalten werden sollen. Wir sind gehalten, den Termin der Nachholschulaufgabe bzw. -kurzarbeit so zu wählen, dass für die Schülerin / für den Schüler kein Unterricht ausfällt. Aus diesem Grund sollten Nachtermine grundsätzlich in unterrichtsfreien Zeiten gelegt werden. Nachtermine für (unagekündigte) Stegreifaufgaben gibt es nicht. Jede Lehrkraft wird im eigenen, pädagogischen Beurteilungsspielraum festlegen, ob und wie viele mündliche Leistungen sie anstelle einer Stegreifaufgabe von der / vom betreffenden Schüler/in Schüler einfordert.

Umfang und Schwierigkeitsgrad des nachzuholenden Leistungsnachweises müssen  mit denen des versäumten Leistungsnachweises vergleichbar sein. Das Stoffgebiet für den nachzuholenden Leistungsnachweis muss klar abgegrenzt werden. Die Schülerinnen und Schüler haben keinen Anspruch darauf, bei einem Nachtermin nur über das Stoffgebiet des versäumten Leistungsnachweises abgeprüft zu werden. Die Lehrkräfte können in einem nachzuholenden Leistungsnachweis auch den bis dahin durchgenommenen Stoff heranziehen.

Quelle: Diller / Huber: “Die Realschule in Bayern”, Wolterskluwer-Verlag