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Digitaler Transformationsprozess

I. Schule wird digital ...

… aber nicht um jeden Preis und mit Augenmaß

Der digitale Transformationsprozess stellt uns vor viele Herausforderungen und verändert den Lern- und Unterrichtsprozess grundlegend. 

Sehr geehrte Eltern,

CORONA und die damit verbundenen Änderungen im Schul- und Lernbetrieb und der jederzeit wieder mögliche “Distanzunterricht” stellen Schüler, Eltern wie Lehrkräfte vor ähnliche Herausforderungen. 

Wir wurden im Frühjahr 2020 in unserem digitalen Schulentwicklungsprozess mehr oder weniger “zeitlich nach vorne katapultiert”. Und wir wissen, dass wir  noch lange nicht dort sind, wo wir hinwollen und hinkommen werden. Immerhin:

Wir sind stolz, dass unser Lern@Blog so gut und verlässlich funktioniert hat und uns über die schwierigsten Zeit hinweg geholfen hat. Derzeit steigen wir auf eine professionelle Lösung (TEAMS) um. 

Der technische Wandel in der Schule hat auch an der Wilhelm-Leibl-Realschule längst begonnen und beschäftigt uns in Zeiten wie diesen mehr denn je. Wir sprechen dabei nicht gerne von “Digitalisierung”, sondern lieber vom “Digitalen Wandel” oder “Digitalem Transformationsprozess“. 

Warum? 

  • Wir möchten nicht einfach “Analoges durch Digitales ersetzen”. Wenn man beispielsweise ausgedruckte Arbeitsblätter (womöglich in schlechter Qualität) einscannt und per E-Mail verschickt, bringt das zunächst niemandem Vorteile.
  • Am Ende des digitalen Wandels sollten wir in der Lage sein, digitale Arbeitsblätter anzubieten, die z.B. dezentral (auch außerhalb der Schule) digital bearbeitet und jederzeit an die Lehrkraft digital “zurück gegeben” werden können.
  • Der Einsatz digitaler Techniken soll unter anderem auch neue Formen der Zusammenarbeit und des Austausches ermöglichen. Gerade dieser Bereich bringt für unsere Schülerinnen und Schüler echten “Mehrwert” und wird auch in Zukunft in allen Arbeitsbereichen praktiziert werden. 
  • Beim Lernen und Unterrichten stehen unsere Kinder und Jugendlichen und deren Bedürfnisse in Bezug auf ein erfolgreiches Lernen  im Mittelpunkt. 
  • Jedes Kind lernt ein wenig anders und braucht unterschiedliche Angebote.
  • Wenn wir Technik auswählen, uns für bestimmte Software oder Produkte entscheiden, dann hat dies in der Regel auch etwas mit den Lernprozessen zu tun.

Das kann unter anderem dies zur Folge haben:

Software oder technische Geräte eignen sich dann besonders gut im Unterricht,

  • wenn sie das individuelle Lernen unterstützen,
  • selbstgesteuertes Übe und Wiederholen ermöglichen
  • wenn sie die Zusammenarbeit ermöglichen oder sogar
  • Arbeitsprozesse erleichtern.

Nicht alles, was “in der Wirtschaft” und im “Berufsleben” funktioniert, ist dadurch automatisch auch in der Schule verwendbar, um Lernen zu ermöglichen.

Und: Manchmal ist es mit Blick auf die Eignung im Unterricht (siehe oben) “günstiger”, auf bezahlte Software zurück zu greifen als auf kostenlose Software. 

Wir setzen neben MEBIS an unserer Schule auch  “Teams” als kollaborative Software ein. Dies geschieht derzeit vor allem auch mit Blick auf mögliche Einschränkungen im Schul- und Unterrichtsbetrieb. 

Allen Schülerinnen und Schülern können wir über eine Berechtigungsschein anbieten, dass sie während ihrer Zugehörigkeit zu unserer Schule das Office-365-Paket zu sehr günstigen Konditionen auch auf dem eigenen Rechner (lokal) installieren können. Hierzu können wir einen Kaufberechtigungsschein ausstellen.

 

II. Digitaler Schülerarbeitsplatz ...

… durchaus sinnvoll aber nicht überstürzt und unüberlegt

Vielleicht stehen Sie als Eltern derzeit vor der Frage, ob und welches Gerät Sie eventuell für Ihr Kind anschaffen möchten – insbesondere dann, wenn Ihnen derzeit nicht ausreichend (geeignete) Geräte zur Verfügung stehen.

Hierzu im Folgenden ein paar Informationen, bevor Sie unter Umständen  übereilt irgendwelche Geräte kaufen und im Nachhinein für die folgenden Infos dankbar gewesen wären.

Wenn wir Ihnen im Folgenden Infos dazu geben, wie wir als Schule planen bzw.  welche Geräte wir als Schule unseren Lehrkräften zu Verfügung stellen werden, dann hat das nichts mit Ihrer privaten Entscheidung zu tun, welches Gerät Sie ggf. Ihrem Kind kaufen.

Wir haben uns schon vor längerer Zeit Gedanken über einheitliche Geräte-Standards gemacht, die uns im Unterricht ein möglichst reibungsloses Zusammenspiel der Technik ermöglicht.  Unter diesem Gesichtspunkt haben wir uns grundsätzlich für  die Beschaffung von iPads entschieden. 

Wir möchten durch unsere Zusammenstellung keine Käufe veranlassen und sicherlich keine Kaufentscheidungen beeinflussen. Aber wir wollen Ihnen zumindest in Aussicht stellen, wo wir uns als Schule technisch hinbewegen werden.

  1. Wir haben iPad-Koffer für den wechselnden Einsatz in unterschiedlichen Klassen und Räumen beantragt. Diese Koffer sind nicht einzelnen Schüler/innen oder einzelnen Klassen zugeordnet. 
  2. Auch unsere Lehrkräfte sollen sukzessive dienstliche iPads zur Verfügung gestellt bekommen und diese für den Unterricht verwenden können. 
  3. Für die Schulen des Landkreises Rosenheim ist gerade ein aufwendiges und umfassendes Vergabeverfahren für digitale Endgeräte in Vorbereitung, welches entsprechend zu Ende geführt werden soll. Wir hoffen, dass die genannten iPads (siehe 1. und 2.)  zum Schulstart im Herbst zur Verfügung stehen werden. 
  4. Wir haben schon jetzt Vorkehrungen dafür getroffen, dass wir für die oben genannten iPads zentral einheitliche, Standard- “Apps” installieren und über die Schule verwalten können. Es ist mit so einer Technik grundsätzlich auch möglich, Geräte von Schülerinnen und Schülern zu verwalten… 

Das bedeutet: Wir als Schule werden uns aus pädagogisch-didaktischen Gründen auf den Gerätestandard iPad festlegen. Bedenken und Argumente dagegen / für andere Geräte sind uns hinlänglich bekannt, Argumente für eine einheitliche Software- und Gerätestruktur aber auch. Letztere überwiegen für uns mit Blick auf unseren Unterrichtsauftrag.

Wir wissen derzeit noch nicht, ob wir

  • z.B. in absehbarer Zeit so genannte “iPad-Klassen” (z.B. ab der 7. Jahrgangsstufe) starten wollen oder
  • privat mitgebrachte iPads als Arbeit- und Hilfsmittel im Unterricht zulassen werden.

Aus den Erfahrungen des Schulversuchs DigitaleSchule 2020 leiten wir aber für unsere Schülerinnen und Schüler folgende Empfehlungen ab:

Generell raten wir bei der Anschaffung eines digitalen Endgeräts

  • zu Tablets mit Touch-Bildschirm
  • zu Geräten mit Anschlussmöglichkeit für  eine Tastatur, wobei die Frage “Kabelanschluss oder Bluetooth?” für uns eher sekundär ist
  • zu Geräten, die einen digitalen Stift haben (für handschriftliche Notizen)

Wir werden mit Blick auf die zentrale Beschaffung und Verwaltung der iPads bzw. Apps mit einem professionellen Partner zusammenarbeiten, der nicht nur uns, sondern zahlreiche andere Schule betreut und dadurch viel Erfahrung mitbringt. Rechts oben finden Sie den Link zu dessen Portal tabletklasse.de. Schülerinnen und Schüler und deren Eltern erhalten dort grundsätzlich einen Preisnachlass wenn der Besuch einer Schule nachgewiesen wird und finden dort sicherlich auch Ansprechpartner/innen, die bei der Wahl eines Gerätes beraten. 

Unsere Empfehlung: Überlegen Sie sich, was Sie möchten und kaufen Sie nicht übereilt ein Sonderangebot, das Ihnen später ggf. teurer zu stehen kommt. Lassen Sie sich beraten und vergleichen Sie ggf. die Angebote verschiedener Händler und Hersteller.

 

III. Schritt für Schritt

Stand der Umsetzung bzw. des Planungsfortschritts in den einzelnen Bereichen der Schulentwicklung:

UE

Unterrichtsentwicklung

Digitales Tagebuch
100%
iPad-Koffer für den Einsatz im Unterricht
50%
iPads für Lehrkräfte
50%

OE

Organisationsentwicklung

W-LAN im Schulgebäude
100%
Tischkameras und Beamer
100%
e-Mail-Erreichbarkeit aller Lehrkräfte
100%
Digitaler Stunden- und Vertretungsplan
100%
Digitale Elternbriefe
100%
Neue IT-Räume und neue Computer
10%

PE

Personalentwicklung

Lehrerfortbildung
61%

HILFEN

Derzeit stehen unserer Schule noch keine Leihgeräte zur Ausgabe an Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Laut einem Schreiben des Kultusministeriums (StMUK) vom 24.04.2020 kommt dem „Lernen zuhause“ auch weiterhin eine zentrale Bedeutung zu. Dies bezieht sich insbesondere auf Schülerinnen und Schüler die nicht selbst über ein digitales Endgerät verfügen. Der betroffenen Schülergruppe soll der Zugang zu Online-Angeboten ermöglicht werden. Im benannten Schreiben des StMUK wurde dabei weder der Umfang erforderlicher Endgeräte beziffert noch der berechtigte Personenkreis näher beschrieben. Gemäß dem KMS wird wie folgt ausgeführt: „Wenn Ihnen im Rahmen des „Lernens zuhause“ auffällt, dass Schülerinnen und Schüler keinen Zugang zu einem digitalen Endgerät haben, wenden Sie sich bzgl. der rechtlichen und organisatorischen Regelung eines Verleihs bitte umgehend an Ihren Schulaufwandsträger.“

Der Landkreis Rosenheim orientiert sich bei der Eingrenzung des Kreises  berechtigter Personen mit Anspruch auf Verleih eines mobilen Endgerätes am Begriff der Sozialbedürftigkeit im Sinn einer Leistungsberechtigung nach den Sozialgesetzen. Der Verleih schulischer Geräte hängt also grundsätzlich davon ab, ob eine formale Bedürftigkeit oder ähnliche wichtige Gründe nachgewiesen werden können.

Als Schule wurde uns ein entsprechender Formvertrag zum Verleih digitaler Endgeräte zur Verfügung gestellt, den wir bei Bedarf an Eltern weiter geben können.  

 

Leihvertrag

Aufgrund lizenzrechtlicher Aspekte (Betriebssysteme, Office-Pakete usw.) können wir keine gebrauchten Computer verkaufen, verschenken oder ausleihen. Allerdings hätten wir ohnehin keine geeigneten Computer, die wir ad hoc ausgeben könnten.

Der Landkreis Rosenheim weist darauf hin, dass die bereits in den Medien angekündigten Geldzuschüsse nicht vom Schulaufwandsträger (= bei uns: Landkreis Rosenheim) erbracht werden und gegebenenfalls bei den entsprechenden Leistungsträgern zu beantragen sind. Bitte verfolgen Sie dazu die offiziellen Meldungen und prüfen Sie die Infos auf den einschlägigen Portalen wie zum Beispiel beim Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend